

Geschichte der Stadt Harburg
1130 wurde Harburg urkundlich als Horeburg, die Burg im Sumpf, erwähnt, einer durch eiszeitliche Schmelzwasserströme entstandenen Talsandinsel in der Elbniederung. Im Mittelalter gehörte Harburg zu den Welfenherzögen aus Braunschweig und Lüneburg, wechselte im Rahmen der Erbfolgekriege mehrmals den Besitzer und gehörte bis 1937 zum Land Hannover, bevor es im Rahmen des Groß-Hamburg Gesetzes nach Hamburg eingemeindet wurde. Harburg ist der Kern der ehemals selbstständigen Stadt Harburg-Wilhelmsburg von 1927.
Lange Zeit bestimmte die Hamburger Gummi-Waren Compagnie und die Kautschuk- und Ölindustrie das industrielle Bild von Harburg, bis diese Industriegebiete im Rahmen der städtischen Umwälzungen von der Industrie- in die Dienstleistungsgesellschaft, in neuen Wohnraum, Geschäftszeilen oder Einkaufszentren umgewandelt wurden. Mit dem Phoenixcenter auf dem Gelände der ehemaligen Phoenixwerke hat Harburg ein modernes und großes Einkaufszentrum anzubieten, das keinen Wunsch in den Herzen der Konsumenten offen lässt.
Das Phoenixviertel ist ein eigenständiges Quartier aus Wohnungen und Gewerbe, das im 19. Jahrhundert im Zuge der gummiverarbeitenden Phoenixwerke entstand.Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten von Harburg
Das Harburger Schloss ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke in Harburg. Das ehemalige herzogliche Residenzschloss steht heute unter Denkmalschutz. Das Helms Museum in Harburg informiert über die Historie des Stadtteils und ist eins der bekanntesten Archäologie- Museen in Deutschland. Künstlerisch bedeutsam ist die Sammlung Falkenberg, die in der internationalen Kunstszene großes Renommee besitzt. Der Stadtteil Harburg hat sich über Hamburg hinaus einen Namen für Hightech erworben. In der ansässigen Technischen Universität (TUHH) wird die Zukunft der Ingenieurskunst geplant und gelehrt. Flugzeugbau und Stadtplanung bilden zentrale Schwerpunkte der Lehre.Als eine der größten und bedeutendsten Festivitäten und Ereignisse im gesellschaftlichen Leben der Harburger Bürger gilt das Harburger Vogelschießen der Schützengilde von 1528, eines der bedeutendsten Schützenfeste überhaupt.Im Kulturzentrum Rieckhof werden regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen aufgeführt. Zu erwähnen seien nur die legendären Auftritte der Rockabilly Mafia.
Harburg am Rande der Harburger Berge, einem beliebten Naherholungsgebiet, ist berühmt für die beste und steilste Abfahrtsstrecke in ganz Hamburg. Bei anhaltendem Schneefall sind hier nämlich ausgezeichnete Ski- und Rodelbedingungen zu entdecken. Die weite Reise in den Harz wird damit für die vielen Skibegeisterten in der Hansestadt weitestgehend überflüssig
Am traditionellen Spargelessen am Ausmarschtag finden sich ca. 700 Teilnehmer ein, die vorher eine Festkarte bei der Gilde erworben haben und somit auch für ein Jahr Mitglied der Gilde sind. Ehrengäste sind jedes Jahr der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und der Harburger Bezirksamtsleiter („Harburger Bürgermeister“).
Ein Höhepunkt der Ballsaison ist jedes Jahr im Dezember der Winterball der Harburger Schützengilde – ihr Königsball im Hotel Lindtner. Die Sportvereinigung, der "harte Kern" der Harburger Schützengilde, hat ca. 330 Mitglieder von denen ca. 35 aktiv an Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes bis hin zur Deutschen Meisterschaft teilnehmen.“* Einwohner 21193 (2006)
* Fläche 3,9 km⊃2;